Monatsarchive: Januar 2018

Hwang Sok-yong: Der ferne Garten

In Zeiten der Unmenschlichkeit: Liebe über den Tod hinaus

Roman. Aus dem Koreanischen von Oh Dong-sik, Kang Seung-hee und Torsten Zaiak, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005 – www.dtv.de

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Foto: textbaustelle Berlin

Auch wenn bedeutende Werke der fernöstlichen Gegenwartsliteratur in deutschen Übersetzungen vorliegen, wird man wahrscheinlich nicht behaupten können, dass die Literatur Asiens hierzulande über ein Nischendasein hinauskommt. Umgekehrt ist die Situation anders, in Korea beispielsweise stößt in die Landessprache übersetzte deutsche Belletristik auf ein sehr großes Interesse. Dabei hat gerade die südkoreanische Literatur selbst eine Menge zu bieten, sie beschäftigt sich immer wieder mit der bis heute nicht überwundenen Teilung des Landes wie auch dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg des Südens samt seinen Schattenseiten und hat oft eine deutlich politische Dimension. Insofern sind die einheimischen Schriftsteller dort meist Autoritäten, deren Stimme im politisch-gesellschaftlichen Diskurs gehört wird.

Zu den renommiertesten koreanischen Gegenwartsautoren gehört Hwang Sok-yong (nach ostasiatischem Usus wird der Nachname zuerst genannt), in dessen Lebensgeschichte sich das Drama Koreas im 20. Jahrhundert widerspiegelt. Geboren wurde er 1943 in der chinesischen Mandschurei, wohin seine Eltern vor der bis 1945 andauernden japanischen Besatzung geflohen waren. Weiterlesen

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